„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft …“ - Ausspruch des Berliner Naturforschers Alexander von Humboldt 1767–1835
Die Geschichte Berlins von seiner Gründung im Mittelalter bis heute:
Vorgeschichte
Vor dem Mittelalter siedeln zur Zeit der Antike im Raum des späteren Berlins die Semnonen. Sie leben hier rund 1000 Jahre als germanischer Volksstamm vom 6. Jahrhundert vor Christus bis zum 4. Jarhundert nach Christus. In der Nähe des späteren Halleschen Tores soll sich in Berlin ihr germanischer Tempel befunden haben.
Danach ziehen Wenden mit slavischen Göttern in den Raum. Im Mittelalter kommt es zur Deutschen Ostsiedlung und der damit einhergehenden Zwangschristianisierung. In diese Zeit fällt die Gründung von Berlin im 12. Jahrhundert zur Zeit der Staufer, der Blütezeit des Reiches, der Troubadure und der höfisch-ritterlichen Kultur.
Die Planstadt Berlin wird genau zwischen dem christlichen Spandau und dem heidnischen Köpenick erbaut. Auf der Cöllner Fischerinsel befindet sich schon zuvor eine kleine Siedlung mit einem heidnischen Tempel, der dem dreiköpfigen Gotte Triglav als Kriegsgott der Wenden geweihet war.
Die Chronik von Berlin
1135-1170 - In dieser Zeit regiert Albrecht der Bär als erster Markgraf von Brandenburg, unter dessen Herrschaft Berlin der Sage nach mit Siedlern aus Westfalen und Flamen aus dem Westen des Reiches rund um die heutige Nikolaikirche im Nikolaiviertel gegründet wird. Das Nikolaiviertel gilt daher als historisches Zentrum von Berlin und die Nikolaikirche als älteste Kirche Berlins. In Cölln auf der anderen Flußseite der Spree wird auf der Stelle, auf der sich früher der Triglavtempel befunden hat, die mittelalterliche Petrikirche erbaut.
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1180 - Eroberung des heidnischen Köpenicks als letzte heidnische Hochburg in der Region durch die Wettiner von Süden her.
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Um 1200 herum - Ab dieser Zeit siedeln die Tempelritter südlich der Doppelstadt Cölln und Berlin an der Via Imperii, der mittelalterlichen Reichsstraße von Stettin über Berlin nach Rom. Dort errichten die Templer sechseinhalb Kilometer südlich vor den Toren der beiden Städte ihre Komturei, die im Mittelalter „Tempelhove“ genannt wird. Von diesem Standpunkt aus bewachen die Ordensritter die Via Imperii Richtung Leipzig.
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28. Oktober 1237 - An diesem Tag ist die heute älteste urkundlich überlieferte Erwähnung Cöllns an der Spree als bereits bestehende Stadt.
26. Januar 1244 - An diesem Datum wird Berlin erstmals urkundlich als schon existierende Stadt erwähnt.
Um 1250 herum - Bau der Marienkirche als zweite Pfarrkirche für die Berliner Neustadt und zugleich Bau der Berliner Stadtmauer um die jetzt vergrößerte Stadt. Die neue Stadtmauer verstärkt die Befestigung Berlins, die zuvor nur aus Gräben, Wällen und Palisadenzäunen bestanden hat.
1261 - Erste urkundliche Erwähnung der „Aula Berlin“, des Hohen Hauses in der Klosterstraße im Klosterviertel von Berlin unter dem askanischen Markgrafen Otto III. von Brandenburg. Es ist einer von mehreren markgräflichen Besitzen und brandenburgischen Residenzen. Erst ab 1373 kommt es unter den Luxemburgern durch Kaiser Karl IV. römischer Kaiser, deutscher König und unter anderem gleichzeitig Churfürst von Brandenburg zum Ausbau der Burg in Tangermünde in der Altmark als bevorzugten, festen Sitz in Brandenburg, den Anfangs auch noch die später ab 1415 folgenden Hohenzollern als neue Landesherren Brandenburgs als Hauptsitz nutzen.
Um 1270 herum - Bau des neuen, mittelalterlichen, gotischen Berliner Rathauses mit Gerichtslaube ungefähr an der Stelle, auf der sich heute das Rote Rathaus befindet.
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1271 - Gründung des Franziskanerklosters im Berliner Klostervirtel. Bau der gotischen Anlage.
Um 1300 herum - Bau der Heiliggeistspitalkapelle für das mittelalterliche Berliner Krankenhaus an der Stadtmauer am Ende der Spandauer Staße vor dem Spandauer Tor im Berliner Heiliggeistviertel. Sie ist eindrucksvolles Zeugnis nordischer Backsteingotik. Das Gebäude ist nach Abriß des historischen Heiliggeistviertels von 1968-1972 zur Zeit der einzige sichtbare Rest des alten Viertels.
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August 1324 - Berlin wird in das Interdict, den Kirchenbann geschlagen.
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Um 1360 herum - In dieser Zeit werden Cölln und Berlin Hansestädte.
10. August 1380 - An diesem Tag kommt es nach Brandstiftung mutmaßlich durch Erich Valke und seinem Ritterklan der Falken zum schlimmsten Stadtbrand aller Zeiten in Berlin.
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3. Sptember 1410 - Die Quitzows rauben die Cöllner und Berliner Kuhherden, die vor der Stadtmauer weiden, welches zu einer Schlacht bei Tegel führt, die die beiden Stadtwachen gegen die Ritter verlieren.
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31. Juli 1443 - Grundsteinlegung des mittelalterlichen Cöllner Schlosses durch Churfürst Friedrich Eisenzahn von Hohenzollern, das in späteren Jahrhunderten zum Stadtschloß umgebaut wird.
Januar 1448 - Beginn des „Berliner Unwillens“, einer Revolte gegen den Schloßbau in Cölln an der Spree.
1451 - Im Frühjahr dieses Jahres zieht Churfürst Friedrich II. in das fertiggestellte Cöllner Schloß ein, das die Burg von Tangermünde als Hauptsitz der brandenburgischen Churfürsten ablöst. Seit dieser Zeit ist Cölln an der Spree die Residenzstadt und damit das politische Zentrum des Churfürstentums Brandenburg. Das Cöllner Schloß ist nun eines der sieben Churfürstlichen Schlösser im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, zu denen in dieser Zeit unter anderem auch das berühmte Churfürstliche Heidelberger Schloß in der Churpfalz zählt.
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1484 - In diesem Jahr entsteht der weltberühmte, heute noch existierende „Totentanz“ nach einer Pest als Freske im Turm der mittelalterlichen Marienkirche in Berlin.
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15. Juli 1525 - Flucht von Churfürst Joachim I. auf den Runden Weinberg, der heute auch Kreuzberg genannt wird.
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1. November 1539 - Einführung der lutherischen Lehre im Churfürstentum Brandenburg durch Churfürst Joachim II. in der Nikolaikirche der Nachbarstadt Spandau. Am 2. November erfolgt die Einführung in der Petrikirche in Cölln an der Spree, sowie bei dem Stadtrat in Berlin.
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1542-1543 - Bau des Jagdschlosses Grunewald im Umland von Cölln und Berlin und die damit angelegte Straße von 1573 auf der später die Straße Unter den Linden entsteht.
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1559 - Überlieferte Geistererscheinung der Gespenstermäher über mehrere Tage in der Erntezeit vor den Stadmauertoren von Berlin, berichtet durch den brandenburgischen Chronisten Andreas Angelus aus Strausberg. Es ist von der riesigen Anzahl der Zeugen her die berühmteste Geistersichtung in der Stadtgeschichte von Berlin.
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1570 - Der zu seinen Lebzeiten berühmteste Arzt, Alchemist und Astrologe des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Leonhardt Thurneysser, aus Basel wird Leibmedicus des Churfürsten Johann Georg im Churfürstlichen Schlosse zu Cölln an der Spree.
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3. Januar 1571 - Wird bei einer Hausdurchsuchung bei dem Münzmeister Lippold in der Stralauer Straße im Klosterviertel in Berlin ein Zauberbuch gefunden, das in einer Sprache geschrieben ist, die kein Mensch zu lesen vermag. Lippold wird in der Folgezeit unter anderem wegen teuflischer Zauberei angeklagt.
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1571 - Gründung der Taverne zum Nußbaum in der Fischerstraße 21 in Cölln an der Spree. Eine Vorgängerschenke soll nach Überlieferungen schon 1507 existitiert haben. Der Nußbaum gilt bis zum Abriß von Alt-Cölln im Jahre 1968 als älteste Gaststätte der Stadt. Zum Stadtjubiläum wurde von 1986-1987 ein originalgetreuer Nachbau der historischen Kneipe aus der Renaissancezeit an einer unhistorischen Stelle im Berliner Nikolaivirtel am Standtort der früheren Probstei errichtet.
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13. Juli 1574 - Gründung des „Berlinischen Gymnasiums Zum Grauen Kloster“ in den mittelalterlichen, gotischen, säkularisierten Klostergebäuden in der Klosterstraße im Berliner Klosterviertel. Es hat schon bald nach der Eröffnung 600 Schüler. Die städtische Bildungseinrichtung wird für viele Jahrhunderte die Berliner Eliteschule.
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1574 - Ausbruch der Pest in Cölln und Berlin. Der Swarze Tod wütet in den beiden Städten. Der Churfürst Johann Georg flüchtet samt Hofstaat aus dem Schloß in Cölln auf das Land.
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1585 - Rochus Guerini Graf zu Lynar realisiert unter Churfürst Johann Georg den Bau der Schloßapotheke als Forschungsstätte mit Laboratorium für Alchemisten. Sie ist kunsthistorisch als auch für die Bedeutung der Forschung ein besonderes Wahrzeichen aus der Zeit der Renaissance in Cölln an der Spree.
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1634 - Plünderung Cöllns und Berlins durch Kaiserliche Truppen während des Dreißigjährigen Krieges. Anno 1638 flieht Churfürst Georg Wihelm mit seinem Hofstaat aufgrund des Krieges nach Ostpreußen.
1647 - Ausbau der Straße Unter den Linden mit Bäumen.
1660 - Neben Cölln wird von dem großen Churfürsten Friedrich Wilhelm Potsdam zur zweiten Residenzstadt Brandenburgs erhoben.
1672 - Beginn der Entstehung des Scheunenviertels für leichtbrennbare Gebäude wie Scheunen und Schmiedehütten mit Gefahrenpotential für Stadtbrände außerhalb der Stadtmauer des alten Berlins.
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1683 - Fertigstellung der neuen Festungsmauer um Berlin, Cölln und das Friedrich Werder mit 13 modernen Bastionen nach 25-jähriger Bauzeit. Berlin soll nach dem Dreißigjährigen Krieg nicht noch einmal geplündert werden.
8. November 1685 - „Edict von Potsdam“ erlassen von dem Churfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. In der Folgezeit ziehen etwa 5000 französiche Hugenotten rund um den Gendarmenmarkt in die Friedrichstadt bei Berlin.
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21. April 1688 - Erscheint dem Hofprediger Brusenius nach seiner Aussage die Weiße Frau, das Schloßgespenst der Hohenzollern auf dem Churfürstlichen Schlosse zu Cölln bei Berlin um 12 Uhr mittags.
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6. Mai 1701 - Feierlicher Einzug des am 18. Januar in Königsberg gekrönten ersten preußischen Königs Friedrich I. in Berlin und Cölln. Er ist bis dahin Churfürst Friedrich III. von Brandenburg und Herzog Friedrich I. von Preußen gewesen. Friedrich wird im Volksmund auch der „Schiefe Fritz“ genannt. Zur Feierlichkeit wird vor dem Cöllner Schloß ein Brunnen für das Volk aufgebaut, aus dem eine Woche lang Wein anstatt Wasser sprudelt.
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9. Juni 1701 - Verwandelt der Alchemist Johann Friedrich Böttger in der Apotheke am Molkenmarkt 4 im Klosterviertel in Berlin nach Aussage des Berliner Apothekers Friedrich Zorn und neun weiterer Zeugen Silber in Gold.
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1705 - Einweihung des Friedhofs der Parochialkirche aus der Barockzeit. Er ist heute einer der ältesten, erhaltenen Friedhofe Berlins.
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1706 - Fertigstellung des Zeughauses nach Plänen von Arnold Nehring auf dem Friedrich Werder. Es ist heute das älteste, erhaltene Bauwerk in der Straße Unter den Linden.
17. Januar 1709 - Ist die Vereinigung der fünf Urstädte. Das alte Berlin wird mit Cölln an der Spree, Friedrich Werder, Friedrichstadt und Dorotheenstadt zu dem neuen Berlin vereinigt. Seit dieser Zeit heißt die Residenzstadt Brandenburgs nun Berlin. Berlin ist jetzt neben Königsberg die Hauptstadt des seit anno 1618 bestehenden Doppelstaates von Brandenburg-Preußen, wobei Preußen kein Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ist. Berlin entwickelt sich seitdem zunehmend zum politischen, militärischen, administrativen, forschungstechnischen und künstlerischen Zentrum dieses Staates.
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1717 - Ernennt der Soldatenkönig den Arzt Johann Andreas Eisenbarth, bekannt als der berühmte „Doctor Eisenbarth“ aus dem Lied zum „Königlich preußischen Hofrath und Hofokultist“.
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7. Dezenber 1742 - Einweihung der Königlichen Oper in der Straße Unter den Linden mit dem Stück „Cleopatra e Cesare“. Die Realisierung des Baues erfolgte sogleich nach der Thronbesteigung Friedrich des Großen durch den Baumeister Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff.
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1748 - Entdeckung der eisenhaltigen Heilquelle nördlich der Stadtmauertore von Berlin. Das Wasser gilt als noch heilender als das aus Pyrmont dessen Heilquelle seit über 2000 Jahren von Menschen aufgesucht wird. Der Ort eine gute halbe Wegstunde von Berlin entwicklt sich schnell unter der Fürsprache des Arztes und Hofapothekers Heinrich Wilhelm Behm bei dem König zum Heilbad mit Parks, Gaststätten und Badehäusern und heißt ab 1760 offiziell „Friedrichs Gesundbrunnen“. Nach einem Besuch von Königin Luise wird der Ort 1799 in „Luisenbad“ umbenannt.
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9. Oktober 1760 - Besetzung Berlins für drei Tage durch russische Truppen im Siebenjährigen Krieg.
1769 - Veröffentlichung des touristischen Stadtführers über Berlin „Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam“ von Friedrich Nikolai.
14. Mai 1778 - Besuch Goethes in Berlin für sechs Tage zusammen mit Herzog Carl August von dem Herzogtum Sachsen Weimar Eisenach. Sie wohnen in der Straße Unter den Linden 23 im Hotel de Russie.
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19. Mai 1789 - Kommt Mozart auf einer Konzertreise nach Berlin und besucht am selben Abend inkognito eine Aufführung seiner Oper „Die Entführung aus dem Serail“ im Königlichen Opernhaus.
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6. August 1791 - Ist die Einweihung des neuen Brandenburger Tores in Berlin, in der Gestaltung wie wir es heute kennen, am Pariser Platz. Jedoch kommt die Quadriga erst im Juni 1793 auf das Tor.
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1. Mai 1804 - Beginn des Besuches Schillers in Berlin. Er wohnt am 3. Mai der ersten Aufführung seiner „Räuber“ in Berlin im Preußischen Nationaltheater auf dem Gandarmenmarkt bei.
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11. August 1806 - Gründet Johann August Zeune in der Gipsstraße 11 in der Spandauer Vorstadt in Berlin in der Nähe des Hackeschen Marktes die erste Blindenschule in Berlin und im Königreich Preußen.
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27. Oktober 1806 - Napoleon zieht nach der Niederlage der preußischen Armee bei Jena und Auerstedt am 14. Oktober mit seinen französischen Truppen am Brandenbuger Tor in Berlin ein und raubt in diesem Zusammenhang die Quadriga vom Brandenburger Tor.
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16. August 1809 - Feierliche Gründung der Friedrich Wilhelms Universität in der Straße Unter den Linden 6 zu Berlin im Königlichen Bereich. Es ist die erste Universität der Stadt. Der Lehrbeginn startet jedoch erst zum Wintersemester 1810. Am Ende des Jahrhunderts wird sie die bedeutensde Bildungseinrichtung der Welt sein.
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30. April 1815 - Berlin wird Hauptstadt der neugegründeten Provinz Brandenburg. Zeitgleich ist es Haupstadt des Königreichs Preußen. Königsberg wird in die Provinz Ostpreußen eingegliedert, dessen Provinzhaupstadt es wird. Die preußischen Provinzen Ostpreußen und Westpreußen gehören dabei aber nicht zum 1815 neu gegründeten Deutschen Bund, so wie sie auch zuvor nicht dem Reich angehört haben. Nach dem „Wiener Kongreß“ von 1815 hört Brandenburg auf ein eigenständiges Territorium zu sein. Der größte Teil von Brandenbug wird nun als preußische Provinz Brandenburg in das Königreich Preußen intergriert. Der alte Ursprüngsteil von Brandenburgs, die Altmark wird hingegen in die preußische Provinz Sachsen eingegliedert und so von dem Rest des Landes abgetrennt.
18. Juni 1815 - In diesem Jahr zieht der ostpreußische Dichter und Tonkünstler E.T.A. Hoffmann in die Charlottenstraße 56 am Gendarmenmarkt und damit zum dritten und endgültigen Mal nach Berlin.
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Oktober 1819 - Rahel Varnhagen von Ense gründet ihren zweiten literarischen Salon. Es ist der berühmte Salon in der Französischen Straße 20 nahe des Gendarmenmarktes. In der Literaturgeschichte ist er der bedeutensde Treffpunkt in der Zeit der Romantik in Berlin, das wiederum das Zentrum der Spätromantik in Deutschland darstellt.
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3. August 1830 - Einweihung des „Königlichen Museums“, das ursprünglich teilweise auch als „Neues Museum“ bezeichnet worden ist und heute „Altes Museum“ genannt wird, durch König Friedrich Wilhelm III., als erstes Museum in Berlin. Es ist nach den Plänen von Carl Friedrich Schinkel im antiken Stil entworfen.
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3. August 1835 - Berliner Feuerwerksrevolution. Sie ist ein tagelanger Straßenkampf, der durch ein Verbot von Böllern und Raketen ausgelöst wird. Die Bürger feiern am 3. August zum Königsgeburtstag trotz des Verbots weiter, woraufhin das Militär eingreift. Ihr geht die Schneiderrevolution von 1830 vorraus.
22. Juli 1837 - Der Breslauer Zimmermann und spätere Maschinenbauer Johann Friedrich August Borsig gründet in der Chaussestraße 1 vor dem Oranienburger Tor seine erste Produktionsstätte. Er spezialisiert sich dort bald auf Eisenbahnen und weitet seine Produktionsstätten schnell in den Nachbarort Moabit in die Kirchstraße aus. Nach seinem Tod wird das Unternehmen ab 1875 weltweit zweitgrößter Hersteller von Eisenbahnen. 1898 wird die Produktion aus Platzgründen von Berlin und Moabit in den Nachbarort Tegel verlegt.
21. September 1838 - Erste Eisenbahnfahrt in Berlin. Die Strecke führt vom Potsdamer Bahnhof auf dem Potsdamer Platz in Berlin in die Stadt Potsdam.
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3. August 1843 - Einweihung der Friedenssäule auf dem Belle Alliance Platz zur Erinnerung an die gleichnamige Schlacht vom 18. Juni 1815, die das politische Ende Napoleons besiegelte. Die Einweihung des Denkmals findet am 30. Jahrestag der Schlacht bei Großbeeren statt, in der eine neue Besetzung Berlins duch französische Truppen von General Bülow verhindert wurde. Sie ist das Vorbild für die bekannte, größere Siegessäule auf dem Königsplatz vor dem Reichstag von 1873.
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1. August 1844 - Gründung des Zoos am Rande von Berlin an der Stadtgrenze zu Charlottenburg als erster Zoo im Königreich Preußen, nachdem in Österreich in Schönbrunn bei Wien die Anfänge des Zoos schon 1752 begonnen haben.
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Am 12. Oktober 1847 - Gründung der „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske“ von dem preußischen Offizier Werner von Siemens und dem Feinmechaniker Johann Georg Halske in einem Hinterhof der Schöneberger Straße 19 in der Nähe des ersten Anhalter Bahnhofs von 1841 außerhalb der Berliner Stadtmauer vor dem Anhalter Tor in der Tempelhofer Vostadt. Der spätere Weltkonzern startet mit nur 10 Mitarbeitern. Das Unternehmen wächst rasch. 1863 beginnt die Auslandsproduktion. 1897 kauft das Unternehmen in der Nachbarstadt Spandau ein 21 Hektar großes Gelände in den „Nonnenwiesen“, wohin es sich verlagert. Seit 1913 wird das Gelände als „Siemensstadt“ bezeichnet.
18. März 1848 - An diesem Tag beginnt die Revolution in Berlin.
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1853 - Übernimmt Jobst Schultheiss aus Franken den 1842 gegründeten Bierausschank und gründet eine Brauerei in der Schönhauser Allee 39 in Berlin. Daraus geht in den nächsten Jahren die weltberühmte Berliner Marke Schultheiss als Sinnbild für Berlin hervor. Das gut erhaltene historische Industriedenkmal, das ab 1878 von dem renomierten Baumeister Franz Heinrich Schwechten im Stile einer Burg ausgebaut wird, ist heute als „Kulturbrauerei“ einer der beliebtesten Veranstaltungsorte in Berlin.
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1. Juli 1865 - Aufhebung der Akzisesteuer an den 18 Toren der Stadtmauer von Berlin.
1. Juli 1867 - Berlin wird Hauptstadt des Norddeutschen Bundes.
18. Januar 1871 - Berlin wird Hauptstadt des Deutschen Reiches. Verfassungsmäßig ist dies bereits zum 1. Januar des Jahres wirksam.
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1876 - Fertigstellung des Erholungsparks Humboldthain unter anderem mit besonderen, exotischen Bäumen durch den Gartenarchitekt Gustav Meyer. Die Grundsteinlegung ist 1869 zum 100. Geburtstag von Alexander von Humboldt gewesen.
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6. Februar 1882 - Einweihungsfahrt der ersten Berliner Stadtbahn vom Schlesischen Bahnhof in Berlin zum Bahnhof Zoologischer Garten in der Nachbarstadt Charlottenburg mit dem Kaiserpaar. Einen Tag später am 7. Februar wird der reguläre Betrieb aufgenommen. Die Züge fahren in dieser Zeit mit Dampflokomotiven. Der sich auf der Strecke befindende alte S-Bahnhof Börse am Hackeschen Markt, sieht baulich nach der Renovierung 1998 wieder originalgetreu aus.
März 1888 - Gründung des Kirchenbauvereins mit der späteren Kaiserin Auguste Victoria als Gründungsmitglied. Unter der Schutzherrschaft und dem aktiven Einsatz der Kaiserin wird das Geld für ca. 50 Kirchen in Berlin und Umgebung gesammelt. Zu diesem Bauprogramm zählt auch die in der Nachbarstadt Charlottenburg anno 1895 fertiggestellte Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche.
14. Oktober 1893 - Eröffnung des künstlerischen, romantischen Wasserfalls als Nachbildung des Zackenfalls mit echten Steinen aus dem Riesengebirge in Schlesien auf dem Kreuzberg im Viktoriapark von Berlin.
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5. Dezember 1894 - Feierliche Einweihung des neuen Gebäudes des Reichstages durch Kaiser Wilhelm II. auf dem Königsplatz.
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1. November 1899 - Eröffnung eines der ersten ortsfesten Lichtspielhäuser in Berlin in der Münzstraße 16.
18. Dezember 1901 - Feierliche Eröffnung der Siegesallee durch den Kaiser. Die Denkmäler der Straße zeigen sämtliche Herrscher Brandenburgs von Albrecht dem Bären im Mittelalter bis zu Kaiser Wilhem I. Der Berliner Spitzname für die Straße heißt „Puppenallee“.
Mehr Mundartführung zum Berliner Humor …
18. Februar 1902 - Wird die erste U-Bahn Berlins eröffnet. Sie ist elektrisch betrieben. Die erste Teilstrecke ist die sogenannte Stammstrecke und reicht vom Stralauer Tor bis zum Potsdamer Platz. Ein Teil der Stammstrecke bis Gleisdreieck gehört heute zu der U1 und der andere Teil zu der U2.
23. September 1906 - Einweihung der luxuriösen Hackeschen Höfe. Sie sind überwiegend im Jugendstil gestaltet und zu diesem Zeitpunkt mit Heizrippen, Etagentoiletten und elektrischem Strom aus dem eigenen Generator die modernste Wohnanlage Berlins inklusiv Kultur und Gewerbe. Der Architekt Kurt Berndt hat hier mit acht Höfen die bis heute größte Hinterhofanlage der Welt geschaffen.
Mehr Führung über die Hackeschen Höfe …
10. Juni 1908 - Feierliche Eröffnung des Märkischen Museums, als Berliner Stadtmuseum durch den Stadtbaurat Ludwig Hoffman, der zugleich der Architekt des Meisterwerks des Historismus ist. Berlin zeigt als langjähriges, historisches Zentrum von Brandenburg in der äußeren Gestaltung des romantischen Museums deutliche Nachahmungen von Mittelalterbauwerken aus der Mark Brandenburg. So erkennen wir die Katharinenkirche der Stadt Brandenburg, den Berchfrit der Bischofsburg von Wittstock an der Dosse oder die Schloßapotheke aus Cölln an der Spree.
9. November 1918 - An diesem Tag bricht eine Revolution in Berlin aus.
1. Oktober 1920 - Durch ein Reichsgesetz werden Berlins Nachbarstädte Charlottenburg, Wilmersdorf, Neukölln, Pankow, Schöneberg, Steglitz, Köpenick und Spandau sowie 59 weitere Dorfgemeinden und 27 Gutsbezirke zumeist gegen ihren Willen gezwungen „Groß-Berlin“ beizutreten. Bei der Zeremonie der Grundsteinlegung des Spandauer Rathauses 1911 hatte der Stadtrat Emil Müller noch den Satz geprägt: „Es schütze uns des Kaisers Hand vor Großberlin und Zweckverband“. Hatte Berlin zuvor 1,8 Millionen Einwohner, umfaßt Groß-Berlin nun 4,5 Millionen Menschen. Zudem erhält Groß-Berlin mit dem Reichsgesetz nun einen ähnlichen Rang wie eine preußische Provinz, sodaß dieses neue Gesetz Groß-Berlin administrativ aus der Provinz Brandenburg herauslöst. Trotzdessen bleibt Berlin Sitz der brandenburgischen Provinzialbehörden und damit Hauptstadt Brandenburgs. Das Kammergericht in Groß-Berlin ist weiter das höchste brandenburgische Gericht für die preußische Provinz Brandenburg. Berlin ist zudem historisch und geografisch in dem Bewußtsein der Menschen die Hauptstadt von Brandenburg. Ein Versuch der Abspaltung von Groß-Berlin aus Brandenburg läuft ferner auf eine weitere einschneidende, identitiätsstörende Spaltung Brandenburgs hinaus, da in Groß-Berlin 4,5 Millionen Menschen leben und im Rest der preußischen Provinz Brandenburg einschließlich der Neumark nur 2,4 Millionen Brandenburger wohnen.
Mehr Schloß und Stadt Charlottenburg vor 1920 …
1921 - Umwandlung des Stadtschlosses in ein Museum. Das alte Cöllner Schloß wird damit das größte Museum in Berlin.
8. Oktober 1923 - Eröffnung des Flughafen Tempelhofer Feld. Er ist neben dem Flugplatz von Johannisthal von 1909 und dem Flugplatz von Staaken von 1915 in den damaligen Nachbarorten östlich und westlich von Berlin einer der ersten Verkehsflughäfen in Groß-Berlin und dem Deutschen Reich.
18. Februar 1924 - Die Pfaueninsel bei Potsdam, die alte Urlaubsinsel der Landesherren wird das erste Groß-Berliner Naturschutzgebiet.
Mehr historische Führung über die Pfaueninsel …
15. Dezember 1924 - Inbetriebnahme der ersten Ampel in Berlin, im Freistaat Preußen und im Deutschen Reich auf dem Potsdamer Platz. Österreich und Schweiz folgen mit den ersten Ampeln 1926.
4. Juni 1928 - Ankunft des Berliner Droschkenkutschers Gustav Hartmann, dem „Eisenen Gustav“ mit seinem Pferd Grasmus in Paris.
Mehr historische Stadtführung mit Pferdekutsche …
31. August 1928 - Feierliche Einweihung des „Haus Vaterlands“ am Potsdamer Platz in der Königgräzer Straße 15/16 als damals weltweit erster, großer Vergnügungspalast in dem ehemaligen „Haus Potsdam“, das der Architekt Franz Schwächten 1912 fertiggestelt hat. Die Sensation ist die authentische Darstellung mehrerer Länder von Bayern, Österreich, Rheinland, Spanien, Türkei, Italien, Brandenburg, Bremen, Ungarn, Wildwest, Spanien, Japan und Deutschland in einem Haus. Es sind ca. 200 Köche beschäftigt. Der Eintritt kostet eine Reichsmark ohne Speisezwang.
Mehr Geschichte des Posdamer Platzes …
2. Oktober 1930 - Einweihung des zweiten Pergamonmuseums, so wie wir es heute kennen. Der Vorgängerbau war bereits 1904 von Kaiser Wilhelm als erstes Architekturmuseum der Welt eingeweht worden. Das zweite Pergamonmuseum ist heute eines der berühmtesten Museen in Berlin.
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Mai 1931 - Wiederentdeckung des Hohen Hauses der Markgrafen von Brandenburg aus dem 13. Jahrhundert im Zentrum von Berlin bei Abrißarbeiten und anschließende Abtragung des mittelalterlichen Gebäudes zugunsten moderner Strukturen. Der Eingang des mittelalterlichen Hauses wird im Märkischen Museum eingebaut.
27./28. Februar 1933 - Es kommt in dieser Nacht zum Reichstagsbrand zu Beginn der NS-Zeit.
1934 - Begin des Abrisses des mittelalterlichen Krögels von Alt-Berlin. Die Arbeiten ziehen sich bis 1935. Der Krögel ist das historische Hafenviertel, das besonders für die Hansestadt Berlin im Mittelalter von Bedeutung war als Berlin mit dem Handel reich wurde. Es zählt zum historrischen Nikolaiviertel, das wesentlich größer war, als das touristische Nikolaiviertel, das man heute kennt.
1936 - In diesem Jahr finden die Olympischen Spiele in Berlin statt. In diesem Zusammenhang kommt es im Vorfeld bis 1936 zum Bau der S-Bahnlinie vom Stettiner Bahnhof zum Bahnhof Friedrichstraße, die bis 1939 weitergeführt wird bis zum Anhalter Bahnhof.
1937 - In diesem Jahr wird erstmals ein Berliner Stadtjubiläum gefeiert. Es ist die „700 Jahrfeier“ der ersten urkundlichen Erwähnung von Cölln an der Spree im Mittelalter.
9./10. November 1938 - Progromnacht in Berlin
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1938 - Beginn des Abrisses des Alsenviertels im Berliner Spreebogen im Umfeld des Regierungsviertels. Die Beseitigung des eleganten Stadtviertels erfolgt im Zuge der Umbaupläne Berlins zur „Welthauptstadt Germania“ mit der „Großen Halle des Volkes“. Die Realisierung wird bei Kriegsausbruch zurückgestellt. Die Schweizer Botschaft ist ein erhaltenes Haus des Alsenviertels, das heute großteils ohne Häuser leersteht.
1938/1939 - Versetzung der Siegessäule von anno 1873 vom Königsplatz am Reichstag auf den Großen Stern, dem jetzigen Standort.
Mehr Einführung in die Stadtgeschichte Berlins …
7./8. Juni 1940 - In dieser Nacht findet der erste Bombenangriff auf Berlin im Zweiten Weltkrieg statt.
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2. Mai 1945 - An diesem Tag kapituliert General Helmuth Weidling gegen Ende der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges als Kommandant von Berlin und befiehlt die Beendigung des Kampfes in der Stadt. Die Sowjets eroberten die Stadt. In der Folgezeit der nächsten Wochen kommt es zur Aufteilung in die vier Sektoren. Berlin ist von nun an Spielball auswärtiger Mächte. Durch den Viermächtestatus in Groß-Berlin, wird Berlin als Hauptstadt der preußischen Provinz Brandenburg ab nun defakto aus den Verwaltungsstrukturen Brandenburgs herausgelöst.
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22. August 1946 - Eröffnung der ersten Ausstellung nach den Kampfhandlungen von 1945 „Berlin plant. Erster Bericht“ in dem bereits notdürftig wiederhergestellten Teil des Stadtschlosses, in dem sich der Weiße Saal befindet. Es folgen die Ausstellungen „Französische Malerei“ und „Wiedersehen mit Museumsgut“ mit geretteten Kunstwerken. Die letzte Ausstellung war „Berlin 1848“ zu dem hundertjährigen Jubiläum der Revolution aus dem Jahre 1848 in Berlin.
24. Juni 1948 - Beginn der Blockade von West-Berlin und der dann folgenden „Luftbrücke“ durch die westlichen Alliierten zu dem Flughafen Tempelhof von den Amerikanern, zu dem Militärflugplatz Gatow aus dem Jahre 1935 von den Briten und zu dem 1948 neugegründeten Militärflugplatz Tegel von den Franzosen.
7. September 1950 - Beginn der Sprengung und des Abrisses des Stadtschlosses, dem alten Cöllner Schloß in Ost-Berlin. Die Zerstörung zieht sich über mehrere Monate. Der Abriß kostet das Vierfache, als eine notdürftige Instantsetzung des gesamten Schlosses gekostet hätte.
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September 1951 - Einweihung des „Berliner Sportparks“ zu den III. Weltjugendspielen im Ostteil der Stadt auf dem alten Exerzierpatz aus der Kaiserzeit. 1952 kommt es schon zur Umbenennung in Friedrich Ludwig Jahn Stadion zum 100. Todestages des „Turnvaters Jahn“. Er hatte als Lehrer ab 1810 das Turnen in der Berliner Schule Zum Grauen Kloster eingeführt, als der Sport an Schulen noch fremd war.
17. Juni 1953 - Arbeiteraufstand in Ost-Berlin.
1959 - Abriß der Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche ab Mai des Jahres bis auf den Turm in Charlottenburg im westlichen Teil der Stadt.
Mehr zu Charlottenburg und Zentrum West-Berlins
13. August 1961 - Dies ist der Tag des Mauerbaues in Berlin.
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1961 - Beginn des Abrisses des prachtvollen, in der Grundsubstanz erhaltenen Völkerkundemuseums wegen Umstrukturierung der städtebaulichen Pläne in West-Berlin und neuer Vorstellung der „Stiftung Preußischer Kulturbesitz“.
1965-1968 - Abriß des historischen Marienviertels mit dem Hohen Steinweg und der Bischofstraße bis auf die mittelaterliche Marienkirche von Alt-Berlin im östlichen Teil der Stadt.
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29. Mai 1975 - Gründung des mittelalterlichen Museumsdorfes Düppel aus dem 12. Jahrhundert in Nikolassee in West-Berlin.
1976 - Abriß des Haus Vaterlands am Potsdamer Platz nach April des Jahres nachdem das Areal durch den Gebietsaustausch 1972 zu West-Berlin kam.
24. März 1978 - Veröffentlichung des Liedes „Kreuzberger Nächte sind lang“ von Peppo Pohlmann in West-Berlin als Mythos aus dieser Zeit, als der Westen der Stadt eine eingemauerte Insel darstellt. Im selben Jahr kommt es am 11. August zur Gründung des alternativen Musikclubs SO36 in Kreuzberg, der ebenso diese Epoche verkörpert.
Mehr auf Kreuzberg Mythos und Wahrheit …
1982 - In diesem Jahr feiert Spandau in West-Berlin seine 750 jährige Vergabe der Stadtrechte.
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1987 - In diesem Jahr findet die 750-Jahrfeier in Ost-Berlin und West-Berlin getrennt statt. Mit der Einweihung des neu im historischen Stil gestalteten Nikolaiviertels zu diesem Anlaß übertrumpft Ost-Berlin die Feierlichkeiten von West-Berlin.
Mehr Stadtführung zum Nikolaivirtel …
9./10. November 1989 - Mauerfall in Berlin.
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3. Oktober 1990 - Vereinigung von Ost-Berlin und West-Berlin, sowie der westliche Teil von Staaken ungefähr in den identischen Grenzen von Groß-Berlin von 1920. Offizielle Beendigung des Besatzungszustandes der Stadt und der Tätigkeit des Alliiertenkontrollrates, der bis dahin die Hoheit der Stadt innehatte und den Regierenden Bürgermeister Berlis einsetzte. Berlin gilt wieder als Hauptstadt. Die Politik wird jedoch noch bis 1999 von Westdeutschland aus gestaltet.
28. April 1993 - Zieht das Parlament in Berlin, das losgelöst von allen administrativen Verbindungen zu Brandenburg bleibt, in das Gebäude des alten Preußischen Landtages von 1899 ein, das die Zeit im Todesstreifen der Mauer überstanden hatte.
1994 - Beginn der Neugestaltung des Potsdamer Platzes mit Hochhäusern und Sony-Center.
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12. Juni 2013 - Grundsteinlegung des neuen Schloßbaus am historischen Standort von Alt-Cölln als „Humboldtforum“.
12. März 2019 - Das „Gotische Haus“ aus dem 15. Jahrhundert aus der mittelalterlichen, brandenburgischen Stadt Spandau wird nach Renovierung Museum, Kulturzentrum und Spandauer Touristeninformation in der Fußgängerzone der historischen Altstadt von Spandau.
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20. Juli 2021 - Eröffnung des neuen Schloßgebäudes für das Volk mit dem Ethnologiemuseum als Nachfolger des Völkerkundemuseums.
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2025 - Beginn des Baues der neuen Hochhäuser am Alexanderplatz.
Beitrag zur Landesgeschichte Berlins, verfaßt von den Historkern von Bärentouren im Juli 2026 unter der Leitung von M. Bockau.
Nach der Chronik vielleicht Lust auf einen Besuch im alten Berlin ?
Berlin-Ansichten
Hier finden Sie historische Stadtansichten und alte Stadtpläne aus der Innenstadt des ursprünglichen Cölln und Berlins mit den früheren Stadtvierteln
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Stadtbesuch im Zentrum des alten Berlins
Besuchen Sie hier die Innenstadt des alten Berlins um 1900 mit seinen vollständigen vier erhaltenen, historischen Stadtvierteln von Nikolaiviertel, Klosterviertel, Marienviertel bis Heiliggeistviertel.
Besuch von Berlin in der Zeit um 1900 …
Geschichte der Sehenswürdigkeiten in Berlin
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Geschichte der Feste und Events in Berlin
In Berlin gibt es traditionelle Feste in der Stadtgeschichte, sowie auch berühmte Events, die mit der modernen City von Berlin in Verbindung stehen. In diesem Artilkel geben wir einen eindrucksvollen Überblick über die Festkultur in Berlin.
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So haben wir auf dieser Präsentation die zentralen Aspekte der Geschichte Berlins spannend und informativ als übersichtliche Einführung in die Stadt zusammengestellt.